Im Alter von 16 Jahren können Jugendliche Mitglied der Roverstufe werden. Dabei wählen sie für ihre Runde eine/n Sprecher/in, welche/r die Meinungen und Ideen nach außen hin vertritt. Außerdem spielt in dieser Stufe die Frage, ob die Rover selbst später eine Leitungsfunktion übernehmen wollen, eine große Rolle. Bei dieser Entscheidung werden sie durch die Roverleitung und die Stammesleitung unterstützt.
Das Leitungsteam der Roverrunde hat Besonderheiten: Zum einen sollten die Leitungskräfte mindestens 22 Jahre alt sein und zum anderen werden sie von der Roverrunde gewählt. Wichtig ist, dass sich das Leitungsteam einer Roverrunde seiner Aufgabe bewusst ist, die Rover in ihrem Gruppengefühl zu stärken und sie ihrer eigenen Verantwortung bewusst werden zu lassen. Daher muss sich dieses Team auch zurückziehen können, um die Gruppe eigenständig arbeiten zu lassen.
Das Leben in der Roverstufe wird nach der DPSG-Ordnung durch sieben Punkte ausgemacht:
berover, roverspirit, futurover, interover, rovermission, roverpower und roverkult: Das meint das "Ausleben" des Rover-Daseins, die Auseinandersetzung mit Spiritualität und Zukunft, internationale Begegnungen, der Einsatz der Gruppe im eigenen Lebensumraum, die gemeinsame ehrenamtliche Arbeit und natürlich die Fragen nach der eigenen Kultur (natürlich auch im Sinne einer Landeskultur, aber vor allem in Bezug auf eine Gruppenkultur).
Das Ziel ist es, all diese Punkte in der vierjährigen Roverzeit zu erleben, um diese Erfahrungen später im eigenen Leitersein umsetzen zu können.